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Das Licht
Herr, im Lichte deiner Wahrheit erkenne ich, daß ich gesündigt habe in Gedanken, Worten und Werken.
Alle Leuten mochten den Mann, denn er war fröhlich und hilfbereit, zuverlässig und klug. “Du bist echt´n toller Kumpel!”, sagten seine
Kollegen. “Du bist echt gut drauf!”, sagten seine Nachbarn. “Du bist mein bester Mann!”, sagte sein Chef. Der Mann war glücklich und zufrieden.
Doch plötzlich ging das Licht an. Der Mann schaute an sich herunter und merkte: Ich bin auch noch ganz anders. Ich bin hinter meiner Fassade neidisch
und berechnend, lieblos und eiskalt.
Der Mann hatte hinten in seinem Gesangbuch geblättert, wo die 11 Gebote im Beichtspiegel ausgelegt werden. Und da ging das Licht an. Seine Kollegen und
Nachbarn, sein Chef und seine Familie sahen nur die Oberfläche, die Fassade, die Maske. Aber Gott schaut ins Herz. Im Licht der Wahrheit Gottes sah der Mann tiefer. Und da sah er in dem fröhlichen, hilfsbereiten,
zuverlässigen und klugen Menschen Sünde und Schuld, Bitterkeit, Mißtrauen gegen Gott, Haß und Gier. -- Der Mann ging zu Gott und fragte ihn: “Wer bin ich denn nun? Bin ich der, für den mich die
Leute halten? Oder bin ich ein schwarzer, dunkler, kalter Sünder? Wer bin ich?” -- Da lächelte Jesus ihn freundlich an: “Du bist mein Kind! Das ist das Wichtigste. Du bist mein Kind, das oft
fröhlich und hilfsbereit, zuverlässig und klug ist. Du bist ganz sicher zugleich auch ein Sünder. Aber vor allem bist du eines: Du bist mein Kind. Und darum helfe ich dir.”
Von da an war sonntags immer Waschtag: Der Mann, den alle mochten, ging zu seinem Heiland und Gott. Da hatte er keine Scheu und keine Angst und ließ
Jesus hinter die Fassade schauen, hinter seine Maske, hinter die Oberfläche. Und Jesus vergab ihm immer seine Sünden, wusch ihn rein und machte ihn wieder sauber.
“Jesus!”, sagte der Mann eines Tages, als er gerade vom Altar wieder aufstand: “Eigentlich muß man das von dir und nicht von mir
sagen: Nicht ich, sondern du bist fröhlich, hilfsbereit und zuverlässig. Denn immer wieder vergibst du mir meine Schuld. Und du bist auch...” Jesus beendete seinen Satz: “Klug? Meinst du, ich bin klug?
Nein, nein! Du bist klug, sehr klug, denn du läßt dir von mir helfen.” -- Wir wollen unsere Hände falten und klug sein, indem wir Gott unsere Sünden bekennen und darauf vertrauen, daß er uns alle unsere Sünden
vergibt. Amen.
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