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26 Dinge, mit denen Gott Müttern hilft, bessere Mütter zu werden
1. Kaffee, wenn man morgens aufstehen muß, obwohl man die halbe Nacht mit kranken Kindern, einem noch ungeschmückten Tannenbaum oder
verworrenen Sorgen verbracht hat.
2. Ehemann, Großeltern, Geschwister, Freunde, Paten, Pastor oder Leute aus der Gemeinde, die hier oder da mithelfen, wenn man sie um Hilfe
bittet: Babysitten, Fürbitte, Geld leihen, Plaudern am Telefon, Kinderkleider weitergeben . . .
3. Das Abendmahl - sonntags im Gottesdienst - durch das Gott auch Müttern neue Kraft schenkt, die sie für ihre Kinder brauchen.
4. Gott spricht zu Müttern. rät ihnen, ermahnt sie, tröstet sie - durch die Bibel, durch die Predigt, durch den Andachtskalender,
durch Gesangbuchlieder oder den geistlichen Trost im Gespräch mit Glaubensgeschwistern.
5. Gott schenkt einen guten tiefen Mutterschlaf - manchmal erst nach einem langen Spaziergang mit dem Kinderwagen, drei schweißtreibenden
Stunden beim Staubsaugen und Straße kehren oder einem Nickerchen vor dem Fernseher.
6. Manchmal sind die eigenen Kinder süß, lieb und schön. Gott schenkt Müttern manchmal neue Kraft, wenn sie stolz sind auf ihre Kinder.
7. Gott hilft auch, wenn alles schief geht, die Kinder kreischen, alles dreckig ist, die Türen knallen und die Verzweiflung in die Küche
schwappt wie bei einem Hochwasser. Gott bleibt auch dann bei den Müttern, hält sie fest in ihrer Not und trägt sie, wenn sie zusammenbrechen.
8. Gott behütet Kinder und Mütter durch seine Engel vor den bösen Gedanken des Satans, vor Verzweiflung, Krankheit und Frust.
9. Gott läßt den deutschen Staat Kindergeld zahlen - jeden Monat. Das hilft auch ganz schön.
11. Gott hilft durch den Kindergottesdienst, die Christenlehre oder fromme Kinderkassetten, daß Kinder fromm und selig werden.
11. Gott hilft Müttern durch andere Mütter, die schon große Kinder haben, die guten Rat wissen, die verstehen und mit anpacken können.
12. Gott hilft Müttern durch die Vergebung der Sünden - auch an den eigenen Kindern - unter Handauflegung am Sonntag im Gottesdienst.
13. Gott hilft Müttern durch eine Kur, eine Reise, ein Wochenende bei den Eltern, ein Besuch bei alten Freunden - die Mütter kommen mal
raus, sehen andere Leute, hören etwas Neues.
14. Gott hilft durch Fernsehsendungen wie die "Supernanny": Man kann am abschreckenden Beispiel der anderen prima erkennen, wie
gut man selbst seine Kinder erzieht.
15. Gott hilft durch plötzliche Stille in der Wohnung, weil eines der Kinder bei einem Freund ist, eines schläft und eines lieb spielt, so
daß die Mutter auch mal für einen Moment rumtrödeln, rumdösen und rumgammeln kann.
16. Gott hilft durch viel Arbeit: Wenn die Mutter abends ins Bett fällt nach drei Mahlzeiten, 144 gewischten Quadratmetern Fußboden, 6
Paar gestopften Socken, eineinhalb Stunden Hausaufgabenhilfe, sechs Tischgebeten, drei Schreianfällen, einem Telefonat mit der Freundin, einer Vorlesestunde aus dem Kinderandachtsbuch, dann weiß sie was sie
geschafft hat, dann ist sie zu Recht stolz, dankbar und geschafft. Sie weiß was, sie kann was, sie schafft was, sie packt was. Der Vorstandsvorsitzende von Mercedes-Benz, ein Jumbopilot oder der Chef eine
Atomkraftswerks sind kleine Leuchten gegen ihre Aufgabe.
17. Gott hilft durch Kopfschmerztabletten.
18. Gott hilft durch Sport: Abends mal schwimmen gehen, Fahrrad fahren, spazierengehen oder durch Gartenarbeit: umgraben, Laub rechen,
Kompost umsetzen. Das entspannt, macht den Kopf frei und schenkt guten Schlaf.
19. Gott hilft durch Schokolade und Pralinen, wenn die Nerven flattern.
20. Gott hilft durch Fertiggerichte: Die Mutter muß einmal nicht alles schnippeln, würzen, kochen, sondern braucht das Essen - wenn es
eilt - nur kurz aufzuwärmen.
21. Gott hilft durch Erziehungsberatungsstellen: Wenn kein Opa und keine Patentante mehr Bescheid weiß, kann man dort mal nachfragen.
22. Gott hilft durch Waschmaschinen: Dreckwäsche rein, Waschmittel hinterher, ein Knopfdruck, alles sauber (Vorher unbedingt die
Tempotaschentücher aus den Hosentaschen klauben.)
23. Gott hilft durch Liegenlassen: Wenn die Mutter abends total müde ist, läßt sie die Bügelwäsche, das verkrustete Waschbecken und die
vollen Mülleimer da, wo sie sind und geht ins Bett, Gott hat die Welt auch nicht an einem Tag erschaffen. Und morgen ist wahrscheinlich auch noch ein Tag.
24. Gott hilft durch sein Versprechen, Mütter und Kinder zu sich in den Himmel zu holen. Und da gibt es keine Löcher in Strumpfhosen,
keine Läuse und keine Fünfen in Mathe. Gott sei Dank! Irgendwann ist die Arbeit vorbei.
25. Gott hilft durch das Fernsehen, durch Videos oder Kinderkassetten. Ein oder zwei Mal im Monat kann man die Kinder vor irgendein Gerät
mit bunten Bildern oder lustigen Tönen setzen und während die Kinder da parken, in Ruhe bügeln, Bohnen schnippeln oder telefonieren.
26. Gott hilft über alles Verstehen, über alles Wollen, über alles Tun und Vergessen hinaus. "Wie ich das geschafft habe, vier Kinder
im Krieg und danach großzuziehen, weiß Gott allein.", sagte neulich eine alte Mutter zu mir.
Und was ist mit den Vätern? Bleibt hier alles an den Müttern und Gott hängen? Und die Herren der Schöpfung schieben eine ruhige
Kugel? Nein, nein...
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