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12 Gründe, warum viele Kirchen und Gemeinden in Deutschland wachsen und größer werden
1. Viele Gemeinden der SELK wachsen weil sie unzeitgemäß, unmodern und altmodisch
sind: Sie schämen sich der festlichen lutherischen Liturgie nicht, sondern benutzen sie mit viel Spaß - liebevoll, kreativ und inhaltsschwer.
2. Gemeinden werden größer, wenn sie gerne feiern,
wenn sie darum oft mit Jesus Christus zusammen sind, ihn gerne einladen, oft an seinem Tisch Platz nehmen, sich von ihm füttern und stärken lassen, wenn sie also oft das Heilige Abendmahl feiern.
3.
Viele Gemeinden und Kirchen wachsen, weil sie nicht wählerisch
sind: Sie nehmen jeden, der kommt - nicht nur die Klugen, Sympathischen, Wohlhabenden und Netten - die natürlich auch - , sondern auch die Schwierigen, Naiven und die, die anders sind als wir. Sie haben keine Angst vor Gästen, sondern freuen sich über neue Gesichter, die neue Schwestern und Brüder werden könnten.
4. Wachsende Gemeinden sind
stur und unflexibel:
Sie bleiben bei Gottes Wort ohne Abstriche, ohne Tricks und Verdrehungen. Sie glauben es so, wie es dasteht, verstehen es wie die kleinen Kinder und nehmen es für bare Münze.
5. Gemeinden werden
größer, wenn sie verschwenderisch
sind, wenn sie ihr Geld nicht nur für sich und ihr Wohlbefinden ausgeben, sondern für die Mission verschwenden. Das Geld ist erst mal futsch. Viel Geld läßt Gemeinden nicht viel wachsen. Aber wenn man es richtig verwendet - für den Druck von Einladungen, für Bibeln, fähige Mitarbeiter, offene Kinderarbeit, Zuschüsse für fromme Jugendrüstzeiten, Bauwagen . . . dann kann Geld sehr nützlich.
6. Viele Gemeinden wachsen, weil die
Pastoren sehr widersprüchlich
sind: Einerseits nehmen sie ihren Auftrag der Wortverkündigung und Sakramentsverwaltung sehr ernst, sind sich ihrer Verantwortung vor Gott und der Kirchenleitung bewußt, arbeiten fleißig, phantasievoll und treu. Andererseits wissen sie, daß es wirklich nicht an ihnen liegt, daß sie unnütze Knechte sind und manchmal eine Last für manche Gemeindeglieder.
7. Viele Gemeinden wachsen, weil sie
einseitig
sind: Sie konzentrieren sich auf eins: Ausbreitung der frohen Botschaft. Sie engagieren sich nicht auf Nebenkriegsschauplätzen, lassen sich dort nicht Zeit und Nerven rauben, sondern machen die Hauptsache zur Hauptsache.
8. Manchmal scheint es
Zufall zu sein, wo Gott den Glauben und Wachstum darin schenkt. Man kann nicht erklären und nicht verstehen, warum manche Gemeinden wachsen. Gott allein weiß, warum.
9. Viele Kirchen wachsen
biologisch.
Gemeinden machen den Ehepaaren Mut, Kinder zu bekommen, sie taufen zu lassen, im Glauben und der Gemeinde zu erziehen, ihnen ein stabiles, frommes Elternhaus zu bieten, damit sie selbständige (und vielleicht auch fruchtbare) Christen werden.
11. Weil die Glieder von wachsenden Gemeinden wie
Fußballfans
sind, wachsen manche Gemeinden: Sie sind stolz auf ihre Gemeinde, verstecken sich nicht, haben ihre Kirche lieb und finden ihren Pastor gut. Und das sagen natürlich auch ihren Freunden: Lutherische Kirche ist die Kirche der Zukunft, die Kirche für das 21. Jahrhundert.
11. Gemeinden wachsen, weil sie fröhlich sind, aber bei einer einzigen Sache
keinen Spaß verstehen: Sie wissen, daß Menschen ohne Christus verloren sind. Darum machen bei Gottes Rettungswerk mit. Ihre Gemeinde ist kein Pillepalleclub, kein Larifariverein, kein Lulalustigladen,
sondern eine geistliche Rettungsstation.
12. Viele Kirchen wachsen, weil sie nicht danach fragen, welche Methoden und Konzepte sie anwenden sollen. Sie rennen nicht mit dem Kopf durch die Wand, sondern
bitten Gott, der frohen Botschaft Türen zu öffnen. Und wenn die Türen offen sind, dann gehen sie hindurch.
(Mit freundlicher Unterstützung und Zuarbeit von Superintendent R. Zieger, Berlin-Spandau, und Pfarrer Dr. G. Martens, Berlin-Zehlendorf, deren
Gemeinden seit Jahren stetig wachsen.)
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