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11 Gründe, warum viele Kirchen und Gemeinden in Deutschland nicht wachsen, sondern immer kleiner werden
1. Viele Gemeinden und Kirchen sind geizig. Neue Leute einzuladen, ihnen die frohe Botschaft weiterzusagen und ihren entstehenden Glauben zu
festigen, kostet viel Arbeit, viel Zeit und Mühe. Man braucht ein wenig Glaubensmut und Zutrauen zu Gott. Das ist vielen Gemeinden zu viel, zu teuer, zu aufwendig, zu mühselig: "Das kann ich
nicht.",lautet die Standardausrede. Gemeint ist: "Das will ich nicht."
2. Viele Gemeinden und Kirchen wollen überhaupt nicht wachsen. Neue Christen bringen Unordnung, setzen sich
an die falschen Plätze in den Kirchenbänken, stehen nicht an den richtigen Stellen auf, stellen unbequeme Fragen, sprechen eine andere Sprache, sind anders als die Eingeborenen . . . sind einfach nur mühsam.
Viele Gemeinden wollen ihre Ruhe haben und dann lieber nicht wachsen.
3. Viele Gemeinden und Kirchen brauchen gar keine neuen Christen, denn sie sind selbstgenügsam: Man mag sich. Man kennt
seine Leute schon sehr lange. Man trifft sich. Man streitet sich. Alles ist klein, überschaubar, gemütlich und kuschlig. Die meisten Gemeinden genügen sich selbst. Neue Leute stören nur.
4. Viele
Gemeinden und Kirchen können nicht wachsen: Die Gaben und Geschenke Gottes - Gesetz und Evangelium, Abendmahl und Taufe, Sündenvergebung, Gebet, Trost, Halt und Gemeinschaft - werden nämlich immer und
immer wieder ausschließlich an die eigenen Leute ausgeteilt - von Generation zu Generation. Alles bleibt im eigenen Kirchengebäude, im inneren Zirkel der Gemeinde, im eigenen Herzen, in der eigenen frommen
Familie. Gemeindearbeit ist nur noch Selbstbefriedigung. Gottes frohe Botschaft dringt nicht nach außen, aus der Kirche heraus, über den Gartenzaun, über den Schreibtisch oder die Werkbank. Gottes Gaben und
Geschenke erreichen die da draußen nicht und können darum auch keinen neuen Glauben wirken.
5. Viele Gemeinden und Kirchen wissen überhaupt nicht, daß sie wachsen sollen. Den Missionsbefehl
Jesu wollen sie gar nicht befolgen: "Der gilt doch eh´ nur für die Missionare und für Pastoren, oder? Neue Leute einzuladen, die frohe Botschaft weiterzusagen, das ist deren Job, nichts für einfache
Christen. Da dürfen nur die Profis ran. Hauptsache mir geht´s gut in meiner Gemeinde!"
6. Viele Gemeinden und Kirchen haben einfach nichts mehr zu sagen. Sie haben keine frohe Botschaft mehr.
Auferstehung? - eingroßes Problem! Gottes Wille? - dem modernen Menschen unzumutbar! Buße und Nachfolge? - wer denn mag, kann es gerne tun, aber nicht für mich! Jesus Christus? - interessanter Mensch!
Sündenvergebung - heute doch nicht mehr! Bibel? - hier und da sicher mal ganz interessant! Gott? - ´von Zeit zu Zeit seh ich den Alten gern!`"
7. Viele Gemeinden und Kirchen sind
sehr höflich und tolerant. Sie möchten den Nichtchristen nicht zu nahe treten: "Glaube ist schließlich Privatsache, oder? Jeder kann doch bitte nach seiner Facon selig werden. Man möchte Andersdenkende
und Andersglaubende doch nicht unangenehm berühren. Laß uns mit ihnen lieber über das Wetter, den Papst oder die Rechtschreibreform diskutieren. Das ist viel netter und harmloser!"
8.
Viele Gemeinden und Kirchen sind harmlos wie eine alte Zahnbürste im Mülleimer. Sie haben einen Eiapopeiagott - alles lieb, alles gut, alles nett, alles vergeben, alles übersehen, alles
wischiwaschi. - Daß Gott zornig ist über unsere Sünde, daß wir ohne Christus verloren sind, daß Christus zum Jüngsten Gericht wiederkommen wird, daß wir die Vergebung durch Jesu Leiden, Sterben und
Auferstehen brauchen, das fällt unter den Tisch, oder?
9. Viele Gemeinden und Kirchen sind viel zu beschäftigt, um sich um Leute zu kümmern, die nicht dazugehören: Strategiepapiere entwerfen,
Vernetzungsrunden abhalten, Gemeindefahrten planen, Druckertreiber installieren, Barkassen abrechnen, Vertretungen suchen, böse Briefe an Irrlehrer schreiben . . . "Die frohe Botschaft weitersagen? Ja.
wirklich gerne! Aber jetzt paßt es gerade nicht. Ich habe gerade etwas Wichtigeres zu tun! Später! Vielleicht!"
11. Gottes Saat geht oft langsam auf. In vielen Gemeinden und Kirchen wird heute von
Pastoren und Gemeindegliedern treu und fleißig gepflügt und gesät.
Aber erst später werden Früchte sichtbar werden. Die Saat ist gut. Heute scheint die Gemeinde nicht zu wachsen. Aber es geschieht doch -
noch unsichtbar, erst später sichtbar.
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