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 Kleine Marzahner Listen...

Das höre ich wirklich andauernd: “Also, Pastor! Ich bin ja kein Christ, aber ich habe ja früher auch mal die Bibel gelesen.” - Ich möchte wissen, wie oft ich diesen Satz schon gehört habe? Und immer frage ich dann: “Sie haben sicher auf der ersten Seite angefangen zu lesen. Und auf Seite 25 wurde es ihnen dann etwas langweilig, und sie haben die Bibel fortgelegt, oder?” - Immer - wirklich immer! - nicken meine Gesprächspartner erstaunt.

Ich vermute, mehr als 90% aller Deutschen haben schon einmal eine Bibel in die Hand genommen, um darin zu lesen. - Leider endet das meist nicht gut. Das Buch der Bücher ist nämlich furchtbar dick, sehr lang und an vielen Stellen ohne Hilfe beim ersten Lesen sehr schwer verständlich.

Ich habe darum mal die wichtigsten Bibeltexte in einer kleinen Liste zusammengestellt - als Hilfe zum Bibellesen. An einem Abend oder Nachmittag kann jeder Mensch, der lesen kann, die Bibel so ganz einfach kennenlernen.

Die 21 wichtigsten Bibeltexte
 

Die Zeit vor dem Leben von Jesus Christus auf der Erde - Altes Testament

1. DIE SCHÖPFUNG
Gott erschafft aus dem Nichts den ganzen Kosmos, den Himmel und die Erde, alle Pflanzen, Tiere und die Menschen im Garten Eden. Seit der Schöpfung erhält Gott alles Leben auf dieser Erde bis heute.
Erstes Buch Mose, Kapitel 1 und 2

2. DER SÜNDENFALL
Die ersten Menschen - Adam und Eva - essen gegen Gottes Willen vom Baum der Erkenntnis. Gott verbannt sie und alle ihre Nachkommen darum aus dem Garten Eden. Gott und alle Menschen sind seitdem durch die Schuld der Menschen (Sünde) voneinander getrennt.
Erstes Buch Mose, Kapitel 3

3. DIE SINTFLUT
Gott rettet Noah, seine Familie und die Tiere in einem Schiff (Arche), als er als Strafe für die Bosheit der Menschen eine riesige Sintflut über die Erde kommen läßt, in der alle umkommen.
Erstes Buch Mose, Kapitel 7 bis Kapitel 8

4. GOTT SCHAFFT SICH EIN VOLK
Gott sucht sich Abram als Stammvater seines Volkes Israel aus, gibt ihm den neuen Namen “Abraham” und verspricht ihm 1. sein Gott zu sein, 2. seinen Segen, 3. ein Land und 4. daß Abraham einen Sohn bekommt, aus dem Gottes Volk wachsen wird.
Erstes Buch Mose - Kapitel 12, Verse 1 bis 9

5. AUSZUG AUS ÄGYPTEN
Gott befreit sein Volk Israel aus der Gefangenschaft in Ägypten. Eine 40jährige Wanderung des Volkes durch die Wüste in das von Gott versprochene Land beginnt.
Zweites Buch Mose, Kapitel 12 bis 16

6. DIE 11 GEBOTE
Auf dem Berg Sinai gibt Gott dem Führer Israels mit dem Namen Mose die 11 Gebote, die zunächst nur für das Volk Israel gültig waren. Jetzt gelten sie aber für alle Menschen aller Zeiten.
Zweites Buch Mose, Kapitel 19 und 20

7. GOTT VERSPRICHT EINEN RETTER
Da die Menschen die Gebotes Gottes beim besten Willen nicht halten können und darum immer sündigen, verspricht Gott, ihnen einen Helfer bzw. Retter zu senden. Der wird die Menschen aus ihrer Schuld retten, weil sie es alleine nicht schaffen.
Prophet Jesaja, Kapitel 42 und 43 bis Vers 7


Das Leben von Jesus Christus auf dieser Erde

1. GEBURT VON JESUS CHRISTUS
Jesus Christus wird Mensch. Gott selbst kommt auf die Erde und wird Helfer bzw. Retter der Menschen. Jesus Christus wird, obwohl er immer wahrer Gott bleibt, unter recht ärmlichen Verhältnissen als ganz normaler Mensch von der Jungfrau Maria in Bethlehem im Jahr 0 geboren, damit die Menschen aus ihrer Schuld befreit werden.
Evangelium nach Lukas, Kapitel 1 und 2

2. DIE BERGPREDIGT
Jesus predigte und lehrte das Volk auf einem Berg. Neben Aussagen darüber, wie Christen leben sollen gibt es  zwei Hauptaussagen - 1. Gott steht nicht zuerst auf der Seite der Starken, Großen, Lauten und Coolen, sondern er hilft denen, die nicht so fromm sind, den Traurigen, den Stillen, den Leidenden 2. Christus erklärt die Gebote Gottes. Es wird klar: Kein Mensch kann das gesetz Gottes einhalten...
Evangelium nach Matthäus, Kapitel 5 bis 7

3. KRANKENHEILUNG und TOTENAUFERWECKUNG
Jesus Christus heilt den Knecht eines römischen Hauptmannes, der ihm vertraute. Anschließend hat er Mitleid mit einer Frau,die um ihren verstorbenen Sohn trauert. Er läßt den jungen Mann ins Leben zurückkehren.
Evangelium nach Lukas, Kapitel 7, Verse 1 bis 17

4. NIKODEMUS
Christus spricht mit einem frommen Juden, der Nikodemus heißt, über Wiedergeburt, Taufe und den Glaube an Gottes Sohn.
Evangelium nach Johannes, Kapitel 3, Verse 1 bis 21

5. LEIDEN, STERBEN UND AUFERSTEHUNG VON JESUS CHRISTUS
Jesus Christus wird von Judas, einem seiner Schüler (Jünger) verraten. Die jüdische Kirchenleitung und die römische Besatzungsmacht machen ihm in Jerusalem den Prozeß und verurteilen ihn wegen Gotteslästerung. Jesus Christus wird - nachdem man ihn gefoltert hat - hingerichtet, indem er an ein Kreuz genagelt wird. Er stirbt einen schweren Tod und wird begraben. Am dritten Tag allerdings lebt er wieder - die höchst erstaunten und erschrockenen Jünger sehen Jesus Christus, reden mit ihm und freuen sich dann, daß Jesus Christus stärker ist als der Tod. Mit seinem Sterben und Auferstehen vollendet Gott seine Erlösung: Christus hat den Tod, die Sünde und Schuld besiegt.
Evangelium nach Matthäus, Kapitel 26 bis 28.

6. JÜNGSTER TAG
An einem Tag am Ende der Erde, dessen Datum unbekannt ist, wird Jesus Christus sichtbar und herrlich auf die Welt zurückkommen und alle Menschen vom Tod auferwecken. Er wird dann eine Gerichtsverhandlung über jeden einzelnen Menschen halten. Alle die ihm vertraut haben, die ihn lieb hatten, die sich von ihm haben helfen lassen, und die aus Freude darüber seinen Willen getan haben, werden freigesprochen und kommen in den Himmel. Die anderen, die Christus nicht vertraut haben, die ihn nicht lieb hatten, die sich von ihm nicht haben helfen lassen, und die seinen Willen nicht getan haben, gehen für immer verloren.
Evangelium nach Matthäus, Kapitel 24 und 25.

7. DAS HIMMELREICH
Nach dem Leben auf dieser Erde und dem Jüngsten Gericht leben die Menschen, die sich von Christus haben helfen lassen, für immer im Himmelreich zusammen mit Gott in großer Freude, mit Jubel, Lachen und im Licht Gottes - ohne Schmerzen, Leid, Geschrei, Tod und Tränen.
Offenbarung des Johannes, Kapitel 21 und 22 

 
Was Gott sonst noch tut

1. GLEICHNISSE
Jesus Christus benutzte häufig Beispiele aus dem Alltag, um den Leuten zu erklären, wie es sich mit Gott verhält. Am Schönsten sind drei Gleichnisse, die davon handeln, wie Gott die verlorenen Menschen rettet. Er sucht und müht sich mit großer Geduld und Gnade, damit alle Menschen gerettet werden.
Evangelium nach Lukas, Kapitel 15.

2. TAUFE
Wer getauft ist, lebt mit Gott an der Hand Jesu auf dieser Erde und auch nach dem Sterben im Himmelreich. In der Taufe bekommt man von Gott das ewige Leben geschenkt. Christen beginnen mit der Taufe ein neues Leben.
Brief des Paulus an die Römer, Kapitel 6.

3. SÜNDENVERGEBUNG
Weil die Sünden ein so furchtbares Übel sind, hat Jesus Christus für die Zeit zwischen seiner Rückkehr in den Himmel und dem Jüngsten Gericht die Vergebung der Sünden den Pastoren übertragen. Damit die Menschen auch heute Frieden finden, vergibt Gott jedem Menschen seine Fehler und Sünden, wenn er sie bereut und Gott um Vergebung bittet, durch die Pastoren. Aber auch alle anderen Christen sollen einander trösten und an die Vergebung durch Gott erinnern.
Evangelium nach Johannes, Kapitel 20, Verse 19 bis 23

4. ABENDMAHL
Das Leben als Christ ist wie eine Wanderung durch diese Welt ins Himmelreich. Auf Wanderungen braucht man immer wieder Proviant, damit einen die Kraft nicht verläßt. Darum hat Christus das Abendmahl eingesetzt: Jesus Christus ist Brot vom Himmel zur Stärkung des Glaubens.
Evangelium nach Johannes Kapitel 6, Verse 22 bis 59.

5. KIRCHE
Christen sind keine Einzelgänger, sondern leben mit Gott und den anderen Christen in der Dienst- und Lebensgemeinschaft der Kirche mit verschiedenen Gaben - versammelt um Christus.
1. Brief des Paulus an die Korinther, Kapitel 12

6. FREUDE
Worum geht´s eigentlich in der Kirche, in der Bibel, im christlichen Glauben: Daß alle Menschen fröhlich werden - fröhlich in Gott. Gott schenkt eine tiefe innere Freude, Gelassenheit, Frieden, Halt und Sorglosigkeit in diesem Leben und darüber hinaus.
Brief des Paulus an die Philipper, Kapitel 4, Verse 4 bis 9

7. UMKEHR ZUR VERSÖHNUNG
Gott ruft durch sein Wort, die Bibel, auch heute allen Menschen zu: Kehrt um zu mir! Laßt euch versöhnen mit mir! Ich helfe und rette euch. Vertraue nur darauf. Jesus Christus ist auch dein Heiland, Retter und Helfer.
Zweiter Brief des Paulus an die Korinther, Kapitel 5, Verse 17 bis 21.


Viel Spaß und Segen beim Lesen wünsche ich Ihnen!