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Missionshelferin
Das Zimmer in dem Seniorenheim war mit alten Möbeln eingerichtet. Alles wirkte gemütlich, freundlich und hell. Auf einem Stuhl am
Schreibtisch saß eine ältere Dame und begrüßte mich freundlich. Ich hatte ihr seit ein paar Monaten unsern Marzahner Gemeindebrief geschickt. Und weil ich nun gerade in der Gegend war, besuchte ich sie.
Neben ihr lag aufgeschlagen die Seite mit den Terminen, eine Liste mit Gottesdienstzeiten, Bibelstunde, Kinderunterricht . . .
"Na, sie überlegen wohl, ob sie am Mittwoch zur Bibelstunde nach
Marzahn kommen?", scherzte ich. Sie lachte: "Nein, nein! 600 km sind dafür doch ein klein wenig zuviel."
Ich fragte nach: "Und warum lesen Sie dann die Seite mit den Terminen? Das
dürfte doch einigermaßen langweilig sein für sie." - Sie war erstaunt: "Ach was! Diese Seite liegt immer aufgeschlagen hier. Und wenn ich morgens aufstehe, schaue ich nach, welche Veranstaltungen sie
heute in Marzahn haben. Und dann sitze ich hier und bete immer, daß viele Leute kommen, daß alles gut läuft, daß die Menschen etwas von Christus erfahren." Sie machte eine kleine Pause, dachte nach und
schüttelte dann leise den Kopf: "Ich bin alt, und ich kann so vieles nicht mehr. Aber beten für die Arbeit in Gottes Reich - das kann ich noch. Gott sei Dank!" . . .
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