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Missionsgemeinde Berlin-Marzahn SELK

  Geschichten aus Marzahn - Was bei uns passiert...

Das Scherflein der Schülerin

Sie hatte beide Hände voller Münzen: "Bitte! Das ist mein Gemeindebeitrag.", sagte sie nur. Ich erkannte ein paar Euromünzen und fragte, während sie das Geld in meine Hände schüttete: "Wieviel ist denn das?" - "Sieben fünfzig", erklärte sie mir stolz. Ich war sehr erstaunt: "Sieben Euro fünfzig? Wieviel Taschengeld bekommst Du denn? Ich denke 1 Euro pro Woche, oder nicht?" Sie nickte. Und ich fragte nach: "Ist das nicht ein bißchen viel? Du mußt nicht so viel geben. Nur wenn du willst. Das ist ja fast dein ganzes Taschengeld von zwei Monaten." Sie ließ sich nicht beirren: "Ich will das als Gemeindebeitrag geben. Ich habe genug Geld. Das ist mein Gemeindebeitrag." Sprach´s und ging.

Ich weiß! Die arme Witwe im Tempel in Jerusalem hat ihr ganzes Geld gegeben, was sie hatte. Die Schülerin dagegen hatte ja Essen, Kleidung und Wohnung von ihren Eltern. Aber ein wenig erinnert hat mich das schon an die Geschichte vom Scherflein der Witwe. Und beeindruckt hat es mich auch. -

"Und Jesus setzte sich dem Gotteskasten gegenüber und sah zu, wie das Volk Geld einlegte in den Gotteskasten. Und viele Reiche legten viel ein. Und es kam eine arme Witwe und legte zwei Scherflein ein; das macht zusammen einen Pfennig. Und er rief seine Jünger zu sich und sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr in den Gotteskasten gelegt als alle, die etwas eingelegt haben. Denn sie haben alle etwas von ihrem Überfluß eingelegt; diese aber hat von ihrer Armut ihre ganze Habe eingelegt, alles, was sie zum Leben hatte."

(Evangelium nach Markus, Kapitel 12, Verse 41 bis 44)